Die Bildungsbereiche

 
„Phantasie ist wichtiger als Wissen,
Wissen ist begrenzt, Phantasie aber umfasst die ganze Welt.“
 
Albert Einstein
 

Über die beschriebenen Schwerpunkte hinaus erfährt das Kind in den vom Kindertagesstättengesetz vorgegebenen sechs Bildungsbereichen durch unseren Kindergarten eine altersgerechte Elementarbildung.

  

Körper, Gesundheit und Bewegung


Das Kind soll zusätzlich zu den zum Schwerpunkt Bewegung genannten Zielen

  • seinen Körper kennenlernen und Verantwortung für ihn übernehmen
  • hygienische Grundregeln erlernen und sich durch regelmäßige Routine angewöhnen
  • regelmäßiges Zähneputzen einüben
  • gesunde Ernährung kennenlernen, erleben und verstehen
  • verschiedene Nahrungsmittel und deren Entstehung / Her­stellung kennenlernen
  • die Zubereitung von Essen erleben und
  • mit Nahrungsmitteln wertschätzend umgehen lernen
  • seine konditionellen, koordinativen, grob-, fein- und graphomotorischen Fertigkeiten und Fähigkeiten ausbauen, erweitern und verfeinern

Zu unserer Umsetzung:

  • Zähneputzen und weitere Körperhygiene sind ein fester Bestandteil des Gruppenalltags und werden eingeübt.
  • Regelmäßige Besuche vom Zahnarzt und der Zahnprophylaxehelferin, die gemeinsam mit den Kindern wichtige Grundkenntnisse zur Zahnpflege erarbeitet.
  • Bei der gemeinsamen Herstellung und dem gemeinsamen Essen in der Gruppe erfährt das Kind bewusst den Wert von Nahrungsmitteln.
  • Die Mitarbeiterinnen sprechen mit den Kindern über die verschiedenen Nahrungsmittel und über die gesundheitlichen Aspekte. Täglich bieten wir den Kindern einen Obst- und Gemüseteller an („Magischer Teller“), der von den Kinder und uns geschnitten und vorbereitet wird. Besuche in nahrungsmittelerzeugenden Betrieben (z.B. Bauernhof) ergänzen und vertiefen die Alltagserfahrungen der Kinder.
  • In unserer „Halle“ können die Kinder ihren täglichen persönlichen Bewegungsdrang mit den unterschiedlichsten Materialien zur Psychomotorik ausleben.
  • In den Turnhallen, die wir regelmäßig besuchen, gibt es angeleitete Bewegungsangebote, damit verschiedenste Fähigkeiten geschult werden.
  • Durch die Überprüfung des Entwicklungsstandes unserer Kinder durch den „DESK“, der „Beller Tabelle“ oder dem „ET 6-6“ werden spezielle Förderbereiche aufgedeckt.
  • Unser großes Außengelände lädt mit Fußballplatz, Reckstangen, Schaukeln und Niedrigklettergarten zum Bewegen ein.

 

 

Sprache, Schrift und Kommunikation

Zu unserem Schwerpunkt Sprache haben wir noch folgende Ziele:

  • Das Kind kann seine Sprache nutzen um seine persönlichen Ziele zu erreichen und mit anderen gut zu leben.
  • Das Kind entwickelt Freude am Malen und Zeichnen und entwickelt seine Fähigkeiten darin weiter.
  • Das Kind lernt, Stifte zu gebrauchen.
  • Das Kind lernt die Bedeutung von Zeichen und Symbolen, es beschäftigt sich mit Schrift und lernt die Systematik der Wortbildung kennen.
  • Kinder mit anderer Herkunftssprache erwerben Deutsch als Zielsprache und bauen es aus.
  • Das Kind erweitert und verbessert durch Verknüpfung der Sprache mit Musik, Bewegung und rhythmischen Sprechen seine nonverbalen und verbalen Ausdrucksfähigkeiten.

Zu unserer Umsetzung:

  • Individuelles Lernen mit allen Sinnen ist im Alltag integriert.
  • Die Erzieherinnen sind jederzeit für das Kind ein begleitendes Sprachvorbild.
  • Wir wissen, dass der Sprachentwicklungsprozess eng verbunden ist mit Wahrnehmungsprozessen und sensomotorischen Erfahrungen. Um ganzheitliche Entwicklung zu fördern, werden in unserem Kindergarten Bewegung und Sprache verknüpft.
  • Zusätzlich zu der alltagsintegrierten Sprachbildung findet ein- bis zweimal wöchentlich am Nachmittag die spezielle Sprachförderung durch eine extra weitergebildete Erzieherin statt.

  

 

Mathematik, Naturwissenschaft und Technik

Das Kind soll in diesem Bildungsbereich

  • die Natur wahrnehmen, kennen und wertschätzen lernen
  • Jahreszeiten, Tiere und Pflanzen erkennen und benennen
  • sich in der Natur angemessen verhalten
  • lernen, Verantwortung für den Schutz der Umwelt zu übernehmen
  • einfache, alltagsnahe technische Zusammenhänge (z.B. Herstellung von Nahrungsmitteln, Elek­trizität, Licht und Schatten) erleben und verstehen
  • Interesse für Zahlen entwickeln und mit Zahlen und kleinen Mengen umgehen lernen

Zu unserer Umsetzung:

  • Spielerisches Zählen und Rechnen im Gruppenalltag und Projekte zu diesem Bereich, häufig ergänzt durch Ausflüge in Natur und Betriebe, sorgen für vielfältige Anregungen.
  • Den Kindern stehen in unserem Kindergarten zahlreiche Materialien zur Verfügung wie Konstruktionsspielzeug zum Bauen, Material für naturwissenschaftliche Experimente, Naturmaterialien, thematische Bilderbücher und Medien.
  • Auszubildende einer Firma aus Malente führen regelmäßig technische und naturwissenschaftliche Experimente gemeinsam mit unseren zukünftigen Schulkindern durch.

 

 

Kultur, Gesellschaft und Politik

Das Kind soll zusätzlich zu den im Abschnitt „Soziale Kompetenz“ genannten Zielen

  • übliche Umgangsformen (z.B. Begrüßen/Verab­schie­den, Tischsitten) kennenlernen und einüben
  • Uhr und Kalender verstehen und damit umgehen lernen
  • Feste des eigenen Kulturkreises feiern und verstehen
  • wichtige Verkehrsregeln kennen und sich im Verkehr altersentsprechend verhalten können
  • verschiedene gesellschaftliche Bereiche und Institutionen kennenlernen (z.B. Feuerwehr, Polizei)
  • Sitten und Gebräuche anderer Kulturen kennen- und wertschätzen lernen
  • Zivilcourage entwickeln und demokratischen Umgang einüben

Zu unserer Umsetzung:

  • Vorbildverhalten der Mitarbeiter/innen
  • Rituale im Kindergartenalltag
  • Austausch über häusliches Leben und Gewohnheiten der Kinder gehören ebenso dazu wie gemeinsames Essen und Feiern, thematische Bilderbücher, Lieder und Spiele.
  • Bewusster Umgang mit Uhr und Kalender, Übungen zum Verhalten im Verkehr und Besuche bei gesellschaftlichen Institutionen.

 

 

Ethik, Religion und Philosophie


Das Kind soll zusätzlich zu den zum Schwerpunkt Religionspädagogik und im Abschnitt „Soziale Kompetenz“ genannten Zielen

  • um den bedingungslosen Wert des Einzelnen und die individuelle Unterschiedlichkeit von Menschen wissen und sie achten können
  • wahrnehmen und akzeptieren, dass es Menschen verschiedenen Glaubens gibt
  • neugierig auf das Leben zugehen und sein Verständnis durch ständiges Fragen vertiefen
  • Sinnfragen stellen, sich damit beschäftigen und altersangemessene Antwortversuche unternehmen
  • mit dem Tod umgehen lernen
  • mit offenen bzw. nicht beantworteten Fragen leben ler­nen

Zu unserer Umsetzung:

  • Wir begegnen den Kindern liebevoll und wertschätzend. Durch diese positive Grundhaltung kann sich das Kind in einer vertrauensvollen Umgebung von Beginn an wohl fühlen.
  • Durch die Begegnung mit anderen erfährt das Kind die Einzigkeit des Einzelnen und lernt mit der Vielfalt achtsam umzugehen.
  • Die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen und Konflikte selbstständig zu bewältigen.
  • Die Kinder erleben im Miteinander und durch die Einbeziehung der Eltern die Vielfalt der Kulturen von Menschen, die unsere Einrichtung besuchen.
  • Rituale ermöglichen den Kindern einen ersten Zugang zu unserer christlichen Weltanschauung. Begrüßung, singen, beten bei Gottesdiensten und vor dem Essen.
  • Religiöse Feste und Feiern begleiten uns durch das Kindergartenjahr.
  • Die Geschichten der Bibel sind in unseren Alltag integriert. Durch erzählen, Rollenspiele oder Lieder lernen die Kinder diese ganzheitlich kennen.
  • Durch Erfahrungen, Angebote und das Spiel im Außengelände, im Wald, in der Natur lernen die Kinder verantwortungsbewusst in ihrer Welt zu leben.

 

 

Musisch-ästhetische Bildung und Medien

Das Kind soll zusätzlich zu den zum Schwerpunkt Musik genannten Zielen

  • seine Kreativität entdecken und ausdrücken
  • Freude am Malen finden und seine gestalterischen Ausdrucksmöglichkeiten entwickeln
  • handwerkliche Gestaltungstechniken kennenlernen und ausprobieren;
  • Werkzeuge kennenlernen und den Umgang damit einüben
  • darstellendes Spiel kennenlernen und ausprobieren, zum Beispiel in Rollenspielen oder kleinen Theateraufführungen
  • sich mit Erwachsenen und anderen Kindern über sein Medienverhalten (z.B. Fernsehen, Computernutzung) austauschen können.

Zu unserer Umsetzung:

  • Eine durch Fortbildungen weitergebildete Erzieherin bietet regelmäßig gruppenübergreifend musikalische Angebote in unserer „Halle“ an.
  • Mit vielfältigen Bastel-/Gestaltungsangeboten, Singkreisen, Spiel mit Klängen und Instrumenten, Bewegungsspielen und Tänzen sowie kleinen Theateraufführungen fördern wir die Freude an der Musik und dem gestalterischen Ausdruck.