Sicherheit der Kinder

Das Kind soll in unserem Kindergarten sicher sein. Die Sicherheitsbeauftragte und der Hausmeister achten daher darauf, dass alle Bauten, Einrichtungsgegenstände und Spielgeräte in einwandfreiem Zustand sind. Regelmäßige Baubegehungen und technische Überprüfungen der Außenspielgeräte sorgen dafür, dass offensichtliche Gefahrenquellen umgehend beseitigt werden.

Auch über die technische Sicherheit hinaus soll das Kindeswohl in unserer Einrichtung in jeder Hinsicht gewährleistet sein. Das von unserem Kindergartenteam erarbeitete Kinderschutz-Kapitel im Qualitätshandbuch wird vom Fach­verband der Evangelischen Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein (VEK) überregional als vorbildliches Muster angeboten.

Darin sind besondere Maßnahmen festgehalten und dem neuesten Stand angepasst:

  • Die Beauftragte für Kinderschutz achtet zusammen mit der Kindergartenleitung und dem Träger darauf, dass gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden und Gewohnheiten und Abläufe dem jeweils aktuellen Stand dem

Kinderschutz entsprechen. Sie sorgt dafür, dass mögliche Gefährdungen für das Kindeswohl, die von Mitarbeitenden oder Dritten ausgehen können, frühzeitig erkannt und abgewendet werden.

  • Das Kind soll nicht allein oder durch unbefugte Perso­nen aus der Obhut des Kindergartens gelangen können. Klare Verhaltensregeln, auch für bringende und abholende Erwachsene, und technische Maßnahmen an den Zugängen gewährleisten ein möglichst hohes Maß an Sicherheit.
  • Das Kind soll in unserem Kindergarten Hilfe finden, wenn sein Wohl außerhalb der Einrichtung gefährdet ist. Wir nehmen daher unsere gesetzliche Mitverantwortung sehr ernst und haben durch Vereinbarungen mit dem Jugendamt des Kreises Ostholstein sichergestellt, dass mit Anhaltspunkten für Kindeswohlgefährdungen professionell umgegangen wird.
  • Das Kind soll auch innerhalb unserer Einrichtung kei­ner Form von Gewalt ausgesetzt sein. Wir überprüfen daher bei jeder Neueinstellung und regelmäßig alle fünf Jahre anhand eines aktuellen erweiterten Füh­rungs­zeugnisses, dass keine auffällig gewordenen Per­sonen von uns beschäftigt werden. Das gilt auch für nichtpädagogisches Personal und für Ehrenamtliche. Im Verdachtsfall handelt der Träger von der EKD herausgegebenen „Hinweisen für den Umgang mit Fällen von Pädophilie, sexuellem Missbrauch Minderjähriger und Kinderpornographie bei Mitarbeiter/innen der evangelischen Kirche“.
  • Das Kind hat die Möglichkeit, sich mit Anliegen und Beschwerden an jede erwachsene Person, die in unserem Kindergarten beschäftigt wird, zu wenden. Wir nehmen die Beschwerden bewusst wahr und nehmen sie an. Gemeinsam mit dem Kind suchen wir nach einer Lösung.

Nach SGB § 8a SGB VIII nehmen die Fachkräfte des Kindergartens den Schutzauftrag des Jugendamtes bei Kindeswohlgefährdung entsprechend wahr und handeln wie folgt:

  1. Wenn einer/einem pädagogischen Mitarbeiter/in des Kindergartens Pusteblume Tatsachen bekannt werden, die möglicherweise auf eine Kindeswohlgefährdung hindeuten könnten, so hat sie/er
     a)   den/die Gruppenleiter/in, in dessen/deren Gruppe das betreffende Kind betreut wird,
          und
     b) die Kindergartenleitung zu informieren.
  1. Informationen gemäß Nr. 1 werden von der Kindergartenleitung schriftlich dokumentiert und verwahrt. Die Aufbewahrungsfrist endet drei Jahre, nachdem das Kind zum letzten Mal im Kindergarten Pusteblume betreut wurde. Danach sind entsprechende Unterlagen nach den Datenschutzbestimmungen zu vernichten.
  2. Wird die Kindergartenleitung gemäß Nr. 1 informiert, so berät sie die Situation mit den pädagogischen Mitarbeiter/inne/n der Gruppe, in der das betreffende Kind betreut wird. Dabei geht es vorrangig darum, ob die bekannt gewordenen Tatsachen möglicherweise als „gewichtige Anhaltspunkte“ für eine Kindeswohlgefährdung zu werten sein könnten. Im Zweifel entscheidet die Kindergartenleitung. Zeitpunkt, Teilnehmer/innen, Anlass und Ergebnis dieses Gesprächs werden entsprechend Nr. 2 schriftlich festgehalten.
  3. Führt das Gespräch gemäß Nr. 3 zu dem Ergebnis, dass eventuell „gewichtige Anhaltspunkte“ für eine Kindeswohlgefährdung vorliegen, so ist unverzüglich der/die zuständige Trägervertreter/in zu informieren. Gemeinsam beraten Gruppenfachkräfte, Kindergartenleitung und Trägervertreter/in darüber, ob gemäß § 8a II SGB VIII eine weitere Fachkraft zur Gefährdungsabschätzung hinzuzuziehen ist und ob möglicherweise die Anhaltspunkte so gewichtig sind, dass umgehend das Jugendamt informiert werden muss. Im Zweifel entscheidet die Kindergartenleitung.Zeitpunkt, Teilnehmer/innen und Ergebnis dieses Gesprächs werden entsprechend Nr. 2 schriftlich festgehalten.
  4. Falls dadurch nicht der wirksame Schutz des Kindes gefährdet wird, beraten Gruppenfachkräfte und Kindergartenleitung die Situation mit den Sorgeberechtigten. Sie teilen den Sorgeberechtigten ihre Einschätzung der Situation mit und wirken ggf. auf geeig­nete Hilfen hin. Die Sorgeberechtigten sind in diesem Gespräch auf den Schutzauftrag des Kindergartens gemäß § 8a II SGB VIII ausdrücklich hinzuweisen. Zeitpunkt, Teilnehmer/innen und Ergebnis dieses Gesprächs werden entsprechend Nr. 2 schriftlich festgehalten.
  5. Wenn geeignete Hilfen nicht angenommen werden oder das Kindeswohl nicht ausreichend sicherstellen können, informiert die Kindergartenleitung das Jugendamt. Falls dadurch nicht der wirksame Schutz des Kindes gefährdet wird, werden die Sorgeberechtigten darüber vorher unterrichtet. Wird gegen den Willen der Sorgeberechtigten oder ohne deren Wissen das Jugendamt eingeschaltet, ist vorher der/die zuständige Trägervertreter/in zu informieren.
  6. Die Kindergartenleitung entscheidet darüber, ob, wann und inwieweit die übrigen Mitglieder des Kindergartenteams und ggf. die Elternschaft der betroffenen Gruppe oder des gesamten Kindergartens informiert werden. Erklärungen gegenüber Presse und Öffentlichkeit obliegen dem/der zuständigen Trägervertreter/in. Sie können an die Kindergartenleitung delegiert werden.
  7. Bei unmittelbarer Gefahr im Verzug sind unabhängig vom festgelegten Verfahrensablauf die geeigneten Maßnahmen zu treffen.